Lufttemperatur▾
Die Lufttemperatur wird in etwa zwei Metern Höhe angegeben. Aktuelle Werte stammen nach Möglichkeit von einer DWD-Messstation, Vorhersagewerte aus dem Wettermodell. Tageshöchst- und Tiefstwerte bezeichnen die erwarteten Extreme des jeweiligen Zeitraums.
Gefühlte Temperatur▾
Die gefühlte Temperatur kombiniert Lufttemperatur mit Einflüssen wie Wind, Luftfeuchte und Strahlung. Sie beschreibt die thermische Belastung des Menschen, ist aber kein eigener Messwert eines Thermometers.
Wetterzustand und Wettercode▾
Für jeden Wetterpunkt kann im Backend gewählt werden, ob der aktuelle Wetterzustand aus dem ICON-Modell oder aus einer höchstens zwei Stunden alten Meldung einer nahen DWD-Station stammt. Standard ist ICON; bei aktiviertem DWD-Zustand bleibt ICON der automatische Fallback. Vorhersagen werden weiterhin modellbasiert ausgewertet. Dadurch unterscheiden wir unter anderem klar, heiter, bewölkt, bedeckt, Regen, Schnee, Nebel und Gewitter.
Bewölkung▾
Die Gesamtbewölkung gibt an, welcher Anteil des Himmels von Wolken bedeckt ist. Sie folgt für die aktuelle Anzeige derselben je Wetterpunkt gewählten Quelle wie der Wetterzustand; kommende Stunden stammen aus dem Wettermodell. Wir unterscheiden klar bis 12,5 %, heiter bis 31,25 %, leicht bewölkt bis 43,75 %, wolkig bis 81,25 %, stark bewölkt bis 93,75 % und darüber bedeckt.
Windgeschwindigkeit▾
Die Windgeschwindigkeit beschreibt den über einen Zeitraum gemittelten Wind in etwa zehn Metern Höhe. Sie wird in km/h angegeben.
Windböen und Beaufort-Einordnung▾
Böen sind kurzzeitige Windspitzen und können deutlich stärker als der mittlere Wind ausfallen. Im Gewitterbereich ergänzen wir die erwartete Spitzengeschwindigkeit um die sprachliche Einordnung der Beaufortskala.
Windrichtung▾
Die Windrichtung gibt an, aus welcher Richtung der Wind kommt. Nordwind weht beispielsweise aus Norden nach Süden; der Pfeil zeigt die Bewegungsrichtung der Luft.
Niederschlagsmenge▾
Ein Millimeter Niederschlag entspricht einem Liter Wasser pro Quadratmeter. Stunden- und Tagessummen werden getrennt angegeben; bei DWD-Messungen kann zusätzlich die bisherige Tagessumme erscheinen.
Niederschlagswahrscheinlichkeit▾
Die Prozentangabe beschreibt die modellierte Wahrscheinlichkeit für messbaren Niederschlag am Standort im genannten Zeitraum. Sie sagt nicht aus, wie lange oder wie kräftig es regnet.
Regen, Schauer, Schnee und Niederschlagsstunden▾
Regen ist eher flächig oder anhaltend, Schauer sind räumlich und zeitlich begrenzter. Schneefall wird als Wasseräquivalent beziehungsweise Höhe angegeben. Niederschlagsstunden schätzen die nasse Dauer eines Tages.
Relative Luftfeuchtigkeit▾
Die relative Feuchte zeigt, wie nah die Luft bei der aktuellen Temperatur an der Sättigung ist. Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen, daher verändert sich die relative Feuchte auch ohne Zu- oder Abnahme des Wasserdampfs.
Taupunkt und Schwüle▾
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Wasserdampf kondensiert. Er eignet sich besser als die relative Feuchte zur Schwüleeinschätzung: Ab etwa 16 °C wird es zunehmend schwül, ab ungefähr 21 °C häufig deutlich belastend.
Luftdruck und Luftdrucktendenz▾
Der Luftdruck wird in hPa angegeben. Gemessener Stationsdruck bezieht sich auf die Höhe der Station, Modellwerte können auf Meereshöhe reduziert sein. Die Tendenz zeigt die modellierte Änderung der nächsten Stunden, nicht eine eigene Stationsmessreihe.
Sichtweite▾
Die Sichtweite ist die modellierte oder gemessene horizontale Entfernung, über die Objekte noch erkennbar sind. Nebel, Dunst, starker Niederschlag oder Schnee können sie deutlich verringern.
UV-Index▾
Der UV-Index beschreibt die sonnenbrandwirksame ultraviolette Strahlung. Ab UV 3 ist Sonnenschutz sinnvoll, ab UV 6 ist die Belastung hoch.
Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und Tageslicht▾
Auf- und Untergang werden astronomisch beziehungsweise modellgestützt für den Standort berechnet. Nach Sonnenuntergang zeigen wir den nächsten Sonnenaufgang.
Sonnenscheindauer und Sonnenzeit▾
Die Sonnenscheindauer ist die erwartete Zeit mit direkter Sonne und nicht identisch mit der Tageslänge. Die Sonnenzeit in der Detailkachel bezieht sich tagsüber auf die aktuelle Modellstunde.
Wassertemperatur Barleber See▾
Der Wert stammt von einer privaten Ecowitt-Wetterstation und wird in etwa einem Meter Wassertiefe gemessen. Je Tagesabschnitt wird er höchstens einmal abgerufen und nur beim im Backend dafür ausgewählten Wetterpunkt angezeigt.
Bodenfeuchte▾
Für Magdeburg und Barleben zeigen wir die DWD-Bodenfeuchte von 0 bis 60 cm als Prozent der nutzbaren Feldkapazität. An anderen Standorten erscheint die modellierte Feuchte der obersten Bodenschicht in Volumenprozent.
Bodentemperatur▾
Die Bodentemperatur beschreibt im historischen beziehungsweise klassischen Bereich die Temperatur direkt an der Bodenoberfläche. Sie ist für Frost, Pflanzen, Verdunstung und Glätte relevant.
Nullgradgrenze und Schneefallgrenze▾
Die Nullgradgrenze nennt die Höhe über dem Meeresspiegel, in der ungefähr 0 °C herrschen. Die Schneefallgrenze schätzt, ab welcher Höhe Niederschlag überwiegend als Schnee fällt; beide Höhen sind nicht identisch.
Schneehöhe▾
Die Schneehöhe beschreibt die vorhandene Schneedecke am Boden. Sie ist von der Menge frisch fallenden Schnees zu unterscheiden.
CAPE▾
CAPE beschreibt die im Modell verfügbare Auftriebsenergie für Gewitter in J/kg. Hohe CAPE allein erzeugt noch kein Gewitter; Feuchte, Auslösung und hemmende Schichten müssen gleichzeitig passen.
CIN / hemmender Deckel▾
CIN beschreibt die Energiebarriere, die aufsteigende Luft zunächst überwinden muss. Bei unserer Darstellung bedeutet ein kleinerer positiver Wert einen schwächeren Deckel und damit eine leichtere mögliche Auslösung.
Aufwind▾
Der modellierte konvektive Aufwind beschreibt die vertikale Geschwindigkeit in einer Gewitterzelle. Er ist ein Modellindikator und keine Messung an einer vorhandenen Wolke.
Konvektive Wolkenobergrenze▾
Dieser Spezialwert beschreibt ausschließlich die modellierte Obergrenze hochreichender konvektiver Wolken. Eine 0 bedeutet kein konvektives Signal und nicht wolkenlosen Himmel; normale Schicht- oder Quellwolken besitzen deshalb häufig keinen Wert.
Blitzpotenzial (LPI)▾
Der Lightning Potential Index ist ein modellierter Hinweis auf mögliche elektrische Aktivität. Er ist keine Blitzanzahl und keine kalibrierte Eintrittswahrscheinlichkeit. Sehr kleine positive Werte unter 0,1 J/kg behandeln wir als mögliches Modellrauschen und nicht als direktes Blitzsignal.
Vertikale Windscherung▾
Die Scherung beschreibt die Änderung des Windvektors mit der Höhe. Wir berechnen unter anderem die Schichten bis ungefähr 1, 3 und 6 km; starke Scherung kann organisierte Gewitter oder Superzellen begünstigen.
Temperaturabnahme 700–500 hPa▾
Die Temperaturabnahme zwischen den Druckflächen 700 und 500 hPa wird in K/km angegeben. Eine stärkere Abnahme deutet auf eine labilere mittlere Troposphäre hin, muss aber gemeinsam mit Feuchte und Auslösung bewertet werden.
Gewitterstufe und Unwetterpotenziale▾
Die Hauptstufe bündelt zeitgleich auftretende Gewitterzutaten im stärksten Zweistundenfenster. Hagel, Starkregen, Windböen und Blitzaktivität werden zusätzlich getrennt auf eigenen Farbskalen bewertet. Beim Starkregen vergleichen wir die höchste Modellmenge einer Stunde und die höchste Sechsstundensumme. Die DWD-Schwelle für markanten Starkregen beginnt bei 15 mm in einer Stunde oder 20 mm in sechs Stunden. Das sind Modellhinweise und keine amtlichen Warnungen.
Radar, Blitzortung und amtliche Warnungen▾
Das Radar zeigt beobachteten Niederschlag, die Blitzkarte registrierte Entladungen. Verbindlich für Gefahrensituationen sind die amtlichen DWD-Warnungen mit Warngebiet, Zeitraum und Warnstufe.